banner

Da-a-luz Oasis Hebammenschule Spendenprojekt

Alternative Wege in der Geburtshilfe


Bei Berlin entsteht eine Oase für ganzheitliche Hebammen-Ausbildung in der Natur

Es gibt diesen wunderbaren Begriff in der deutschen Sprache „Hebammenkunst“. Ein Wort, das blumig-sanft und nach einer wahren Traumgeburt klingt. Und trotzdem ist das, was wir in den Kliniken heute erleben sehr weit davon entfernt: Überlastete Hebammen, die im Dauer-Schichtdienst Entbindungen wie am Fließband vornehmen und stetig steigende Kaiserschnittraten sind alles andere als romantisch und zeigen immer wieder, dass die Klinik basierte Geburtshilfe in Deutschland alles andere als natürlich und sanft ist. Deswegen ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Und da dieses System allgemein wenig menschenfreundlich und gesundheitsfördernd ist, müssen alternative Wege beschritten werden.
2013 startete die Britin Vanessa Brooks, die seit 25 Jahren als Hausgeburts-Hebamme in Südspanien tätig ist, eine mutige Initiative. Ohne Budget begann sie Frauen am Fuße der Sierra Nevada zu versammeln und sie in alternativer Hebammenkunst zu unterrichten: Kräuterkunde, uraltes Wissen aus der Geburtshilfe unserer Ahnen, natürliche Schwangerschaft und Geburt, sowie Fähigkeiten, wie die Frauen ohne Bevormundung in ihrer natürlichen Gebärfähigkeit unterstützt werden können, stehen auf dem Lehrplan. Unterrichtet wurden die Teilnehmerinnen aus aller Welt zuerst draußen unter einem Baum. Später wurde ein Unterrichtshaus aus Felssteinen errichtet. Heute, 7 Jahre später, hat sich die Da-a-luz Oasis zu einer festen Einrichtung für Suchende im Hebammenberuf entwickelt. Gerade Frauen, die nach ihrer Ausbildung Kreissaal-frustriert von ihrem eigentlichen Traumberuf sind, finden bei Vanessa Brooks wonach sie vermutlich die ganze Zeit ihrer Ausbildung gesucht haben. „Um etwas in der Geburtshilfe zu ändern, müssen wir Menschen befähigen, altes und natürliches Wissen anzuwenden“, sagt Vanessa Brooks, die in ihrer Schule neben Jahres- mittlerweile auch Zwei- und Dreijahres-Kurse anbietet. Die Teilnehmerinnen leben während dieser Zeit in Jurte und Holzhäusern auf dem Platz am Fluss.
Anfang dieses Jahres entschied sie nun, dass es an der Zeit ist, dieses Wissen weiter zu geben und suchte sich Freunde ihres Projektes in anderen Ländern: Niederlande, England, Deutschland, Griechenland und Polen. Im kommenden Jahr werden dort ebenfalls Da-a-Luz Oasen entstehen: Alternative ganzheitliche Hebammen-Schulen, die unabhängig vom medizinischen klinikorientierten System Hebammen weiterbilden, die allein dem Menschen und nicht dem Profit dienen. Nach und nach wird diese Idee ein europaweites Netzwerk spannen.

In Deutschland wird die Aufgabe des Aufbaus der Da-a-luz Oasis Hebammenschule Doula Nina Korth übernehmen. Als nicht-medizinische Geburtsbegleiterin und fünffache Mutter kennt sie sich in dem Metier der natürlichen Geburt bestens aus. Bereits von Anfang an lebte sie immer wieder für halbe Jahre und länger in der Hebammen-Gemeinschaft von Vanessa Brooks in Südspanien und kehrte immer wieder dorthin zurück.

Ab dem kommenden Jahr wird in der Nähe von Berlin also ein deutscher Ableger des spanischen Projekts entstehen. Mitten in der Natur an einem kleinen See werden sich ebenfalls Hebammen aus aller Welt zusammenfinden, um von weisen Dozentinnen altes und neues Wissen rund um die natürliche nicht-klinikbasierte Geburt zu lernen und zu teilen. Auch hier werden die Frauen in einfachen Holzhütten als Gemeinschaft auf Zeit zusammenleben und lernen. Damit mit dem Bau des Unterrichtsgebäudes und der Unterkünfte begonnen werden kann, wurde mit Unterstützung des Viernheimer Naturheilarztes Manfred van Treek, der das Projekt unterstützt, eine Spendenkampagne eingerichtet. Diese erreicht man unter www.paypal.com

Mehr Infos zu dem Projekt unter www.daaluzoasis.de