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Ausleitende Verfahren

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Ausleitende Verfahren sind die ältesten Therapien der Menschheit. Es gab sie in allen Epochen der Geschichte und bei allen Völkern. Sie werden heute in der Volksheilkunde aller Völker von medizinischen Laien, von Heilpraktikern und naturheilkundlich orientierten Ärzten angewendet. Die Heilkunde will mit den ausleitenden Verfahren Substanzen aus dem menschlichen Körper „ausleiteten“, daher die Bezeichnung. Im Grunde werden mittels der angewendeten Techniken vorübergehend „Ventile“ am menschlichen Körper angebracht, aus denen Krankheit, Dysfunktion, Beschwerden und Schmerzen erzeugende Substanzen aus dem Organismus entfernt werden. Damit werden „Heilungshindernisse“ aus dem Wege geräumt. Die Heilkunde geht davon aus, dass die menschliche Natur Selbstheilungskräfte hat, so dass nach Entfernung der Krankheitsstoffe die Heilung von selber eintritt. Dies geschieht im Sinne der antiken medizinischen Weisheit: „medico curat, natura sanat“ (Der Arzt kuriert, die Natur heilt).

 

Zu den ausleitenden Verfahren gehören

 

-> Aderlass
->
Baunscheidt
->
Blutegel
-> Cantharidenpflaster  
-> Purgieren
->
Schwitzkuren
-> Behandlung von Sportverletzungen mit Blutegeln

 

Aus den aufgelisteten Verfahren ist ersichtlich, dass es sich dabei um die klassische Naturheilkunde per se handelt.

Die Pflanzenheilkunde spielt bei den ausleitenden Verfahren eine große Rolle. So gibt es Pflanzen, die das Schwitzen fördern, wie z.B. Lindenblüten, die, als Tee getrunken, bei grippalen Infekten die Heilung beschleunigen.

In Baunscheidtsalbe oder –öl ist Histamin, der Wirkstoff der Brennnessel enthalten. Wenn diese Salbe auf die mit dem baunscheidt´schen Lebenswecker vorbehandelte Haut gebracht wird, erfolgt eine massive Durchblutungsverbesserung von Haut, Unterhaut und Muskulatur. So kommt es zum Abfließen krankmachender Stoffwechselprodukte („Schlacken“) und zu dem erwünschten entspannenden und schmerzlindernden Effekt auf die Muskulatur.

Der Harnfluss wird durch Pflanzen wie Goldrute, Wacholderbeeren, Schachtelhalm und Petersilie gefördert. Auch die harnfördernden Diuretika der Schulmedizin sind im Grunde ausleitende Mittel, die aber so stark wirken, dass manchmal die Nebenwirkungen den Nutzen überwiegen. Allerdings ist es eine Tatsache, dass in bestimmten lebensbedrohlichen Situationen auf stark wirksame Diuretika (Furosemid, Spironolacton) nicht verzichtet werden kann.

Die Gallensekretion wird durch Artischocken, Curcuma, Wermut, Enzian und Löwenzahn gefördert.

Stuhlträgheit kann durch Sennesblättertee behandelt werden.

Bei chronischem Schnupfen oder chronischer Nebenhöhlenentzündung kann die Sekretion aus der Nase durch Einspritzungen mit Luffa beschleunigt werden.

Das massive Erbrechen beim Purgieren wird durch die südamerikanische Brechwurzel (Ipecacuanha) ausgelöst.

Neben den Pflanzen werden auch mineralische Heilmittel und sog. Tierarzneien bei manchen ausleitenden Verfahren verwendet. So kann man Verstopfung außer mit Sennesblättern auch mit Glaubersalz (Natriumsulfat) behandeln. Überschüssige Säure wird durch Neutralisation mit basischen Carbonat- und Citratsalzen  ausgeleitet. Das Brechmittel aus Ipecacuanha wird durch eine Prise Brechweinstein (Kaliumantimonyltartrat), einer chemischem Verbindung, verstärkt.

Ein Tierarzneimittel ist das Cantharidenpflaster. Die dabei verwendeten Spanischen Fliegen (Canthariden) üben einen solch starken Reiz auf die Haut aus, dass sich eine Hautblase bildet. Nach Entfernung der Blasenhaut hat der Körper über diese nässende Stelle eine gute Möglichkeit Entzündungsstoffe aus dem Gewebeinneren auszuleiten.

Zu den Tierarzneien gehören auch die Blutegel, die, an der richtigen Stelle angesetzt, ihren Wirkstoff Hirudin ins Gewebe geben. Das Hirudin ruft eine bis zu 24 Stunden dauernde Blutung hervor. Auch hier wird also ein Ventil gesetzt, durch das belastende Krankheitsstoffe mit dem Blut ausfließen können.

Zusammenfassung:

In den obigen Ausführungen wurde die Ventilfunktion der ausleitenden Verfahren und deren unterschiedliche Methoden erläutert.


 

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